Was bedeutet „Altersgerechtes Wohnen“ – Erleichterungen im Alltag

Wenn man bislang an altersgerechtes Wohnen denkt, ist der Begriff eher mit negativen Gedanken behaftet.  Oft kommen einem Bilder wie „klinisch, unmodern und stillos“ in den Sinn.

So muss es aber nicht sein. Denn wen stört es in „jungen“ Tagen, bereits von den Vorteilen zu profitieren? Dazu gehören zum Beispiel geräumige Diele und Badezimmer, breite Türen und Durchgänge, stufen- und schwellenlose Böden , bodentiefe Duschen , rutschfeste Untergründe und vieles mehr.

Eigentlich alle unsere Kunden wünschen sich die Erfüllung der oben aufgeführten Punkte; nur wird es in dem Zusammenhang anders benannt: KOMFORT!

Auf der Messe „Living kitchen 2015“ in Köln wurden viele Produkte zu dem Thema vorgestellt. Nicht nur altersgerecht sondern auch rückenschonend ist die höhenverstellbare Kochinsel bzw. Arbeitsplatte. Durch einen elektrisch betriebenen Hubantrieb wird die gewünschte Arbeitshöhe eingestellt; Möglich von 72cm (= Tischöhe) bis 100cm für große Menschen, die ungern mit gekrümmten Rücken die Küchenarbeit erledigen wollen. Zum Weiteren kann eine Küchenspüle ohne Unterschrank der gesamten Küche einen modernen Charakter verleihen. So lässt es sich in jeder Lebenslage gemütlicher Arbeiten.

Zur weiteren Bequemlichkeit einer Immobilie dienen schon einfache bauliche Elemente, die den Bewohnern eine ruhigere, relaxtere und angenehmere Lebenssituation bescheren können. Individuelle Lösungen können zum Beispiel  der „Keyless-Entry“, zu Deutsch „Schlüsselloses Eintreten“ sein. Hierzu muss nur der Schlüssel mit integriertem Chip mitgeführt werden. Dieser kommuniziert mit dem Türschloss, wenn man sich der Haustür nähert und öffnet sie. Es entfällt, sowohl das lästige Schlüssel-Suchen in der Handtasche als auch das Stochern nach dem Schlüsselloch. Es sind aber nicht immer High-End-Lösungen notwendig: Präsenzmelder schalten die Beleuchtung ein oder aus und regeln z.B. die Intensität der Klimaanlage; Zeitschaltuhren und kleinere Bussysteme regeln die elektrisch betriebene Rollläden oder schalten von Tagbetrieb des Hauses auf Nachtbetrieb um. Schliesslich soll das Haus dem Bewohner dienlich sein und nicht anderes herum.

Technisch gesehen können manche komfortablen Ausführungen problematische Situationen ergeben. Wie jeder weiss, kommt es auf Mallorca oftmals zu recht starken Regenfällen und da kann ein schwellenloser Balkonzugang schnell zu einem unerwünschten Eintritt von Regenwasser führen. Zwingend vorgeschrieben ist daher die Kombination mit einem gut dimensionierten Bodenkanal, der das Wasser abfängt und wegleitet. Nicht zu verharmlosen ist in dem Zusammenhang die technisch korrekte Anbindung der Abdichtungsebene, welche bei jedem Objekt anders zu bewerten ist.

Ganz gleich, zu welchen baulichen Veränderungen sich entschieden werden, ist es immer ratsam einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Zur richtigen Umsetzung der baulichen Anforderungen hilft die DIN Norm 18025 bzw. DIN 18040.

Innerhalb eines Lebenszyklus muss man sich dessen bewusst sein, dass sich die Prioritäten der Menschen ändern – dies betrifft besonders die Wahrnehmung, das Sichtfeld und die Mobilität. Architektonisch gesehen, muss man vielen Kleinigkeiten Beachtung schenken und bei einem Umbau darauf achten, Dinge bewusst zu planen, räumliche Abstände einzuhalten und die individuellen Anforderungen der Bewohner zu berücksichtigen. Schliesslich geht es darum, die Mobilität und Selbstständigkeit in allen Lebensphasen zu bewahren.

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