Reinigung leicht gemacht

 

Die Reinigung von Oberböden stellt so manchen Haus- oder Wohnungsbesitzer vor eine schwierige Aufgabe. Für die verschiedensten Bodenbeläge gibt es eine große Auswahl von Reinigungsmittel. Ob im Supermarkt, Baumarkt oder Baufachhandel, die Hersteller und Ihre Produkte sind vielfältig. Welche Reinigungs- und Pflegemittel jedoch sind geeignet für die verschiedenen Bodenbeläge?

Die Pflege und die Reinigung von beschichten Böden wie z. B. Fliesen gestaltet sich oftmals noch am einfachsten. Dank der Fliesenbeschichtung dringt der Schmutz nicht in die Kacheln ein und kann leicht abgewischt werden. Das perfekte Handwerkszeug dafür: leicht saure oder fettlösende Reinigungsmittel. Dagegen sollte von Schmierseife oder selbst glänzenden Mitteln Abstand genommen werden! Sie bleiben auf der Oberfläche haften und sind damit klebende Schmutzfänger.

Auch für Parkett- und Laminatböden gibt es die geeigneten Mittel um die Oberfläche sauber zu halten. Im Gegensatz zu Fliesen, kann man aber gerade bei den Holzbelägen mit Glanzreinigern arbeiten, die dem Material den glänzenden Effekt bewahren. Neben den teuren Fleckenentfernern, kann man mit Spiritus oder Aceton unverdünnt bei Laminat Flecken entfernen. Bei Kratzern im Parkett hingegen ist Möbelpolitur eine Alternative.

Komplizierter und aufwendiger ist die Reinigung und Pflege von Natursteinböden. Auch hier hat man die Qual der Wahl der entsprechenden Reinigungsmittel. Von Zementschleierentfernern, Algen- und Moosentfernern über Öllösemittel und viele mehr ist die Auswahl dementsprechend groß und schwierig das geeignete Mittel zu finden. Ob auf chemischer, alkoholischer, saurer oder ökologischer Basis hängt oft vom Verschmutzungsgrad ab. Wichtig bei der Wahl ist die Beschaffenheit des Materials. Gerade aber großporige Materialien wie zum Beispiel Terrakotta bieten tiefer liegenden Verunreinigungen viel Platz, sodass hier oftmals einfaches Saugen und Wischen auf Dauer nicht ausreichen. Im Außenbereich gestaltet sich das Säubern meist noch etwas einfacher. Grobe Verschmutzungen sind hier erfahrungsgemäß z. B. mit einem Hochdruckreiniger zu entfernen. Aber auch und gerade bei der Arbeit mit Hochdruck ist darauf zu achten, dass das Material nicht durch zu hohen Druck Schaden nimmt. Weiches Material und auch die Fugen können herausbrechen. Hier sollte man neben der Wahl der geeigneten Düse, auch den Abstand zum Belag genau dosieren. Moose und Algen lassen sich normalerweise mit biologischen und für die Natur somit leicht abbaubaren Mitteln entfernen, bei tiefer liegenden Verschmutzungen wie Ölen hilft oftmals nur die „chemische Keule“.

Die Reinigung von Natursteinböden wie Terrakotta im Innenbereich ist am aufwendigsten, da hier das Inventar wie Möbel und Accessoires vor Kontamination durch das Reinigungsmittel geschützt werden müssen, und auch der Einsatz von Hochdruckreinigern nicht in Frage kommt. Vor dem Reinigen von größeren Flächen sollten daher alle tiefer liegenden Fenster, Möbel, Fußleisten und auch die Wände abgeklebt werden. Als erstes entfernt man den groben Schmutz mit einer Bürste o. ä., saugt diesen ab und wischt mit klarem Wasser nach, damit man die Verschmutzung besser lokalisieren kann. Um jedoch eventuelle Produktunverträglichkeiten mit dem Oberboden auszuschließen, sollte man eine nicht oder schlecht einsehbare Musterfläche anlegen. Danach erst sollte mit der eigentlichen Reinigung begonnen werden. Wichtig ist das genaue Befolgen der Verarbeitungsrichtlinien, wie auch die Dosierungen. Viele Produkte werden mit Wasser verdünnt, und würden das Material unverdünnt beschädigen. Bei größeren Flächen kann man auf Reinigungsgeräte (Einscheibmaschinen) zurückgreifen. Gleichzeitig bei der Reinigung sollte überschüssiges Wasser und Reinigungsmittel entfernt oder mit einem Nassstaubsauger abgesaugt werden, damit die Feuchtigkeit nicht zu tief in den Belag eindringt. Nach der Reinigung des Bodens ist eine Versiegelung sehr hilfreich, um den Boden auf längere Sicht vor Verschmutzungen zu schützen. Neben einer Versiegelung mit Wachs oder Polyurethan im Innenbereich, oder Siloxanen und anderen Produkten im Außenbereich steht auch hier eine vielfältige Produktpalette für jedes Material zur Verfügung.

Tipp: Achten Sie gerade bei der Versiegelung darauf, dass die Materialien atmungsaktiv bleiben.

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