Fenster und Türen – das schwächste Glied im Haus!

Temperaturen von bis zu 40°Celsius, einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70-80%! Im Hochsommer nichts Außergewöhnliches auf Mallorca. Aber auch der Winter auf Mallorca hat es in sich: Nachttemperaturen von 3-4° Celsius, starker Wind und heftige Regenfälle sind eher als normal zu bezeichnen. Fenster und Türen sind somit hohen Anforderungen ausgesetzt.

Gerade in Zeiten steigender Energiekosten ist somit der Austausch von Fenster und Türen fast schon ein Muss bei der Modernisierung oder energetischen Sanierung von Bestandsobjekten. Ob beim Kühlen im Sommer oder Heizen im Winter, über unzureichend gedämmte oder undichte Fenster und Türen geht die meiste Energie verloren. Bevor Sie jetzt den Fensterbauer Ihres Vertrauens beauftragen neue Fenster zu liefern, sollten Sie erst einmal darüber nachdenken, was Ihre neuen Fenster denn so alles können sollten!?

Historisch gesehen ist der Einbau von Mehrfachverglasungen (MIG) schon seit 1978 in Deutschland als Standard anzusehen, auch wenn auf Mallorca noch bis heute einfach verglaste Fenster und Türen zu finden sind. Die sogenannten Isolierverglasungen sind an den mindestens zwei Glasscheiben und dem Scheibenzwischenraum einfach zu erkennen, der heutzutage mit Gas (meist Argon) gefüllt ist. Je größer der Scheibenzwischenraum, in der Regel zwischen 10 und 20 mm, desto größer die wärmedämmenden Eigenschaften. Neben den doppelt verglasten Fenstern werden nun bereits seit einigen Jahren vermehrt Dreifachverglasungen eingebaut, um noch bessere wärmedämmende Eigenschaften zu erhalten. Die dämmenden Eigenschaften von Fensterglas werden mit dem Ug-Wert angegeben. Je niedriger, desto besser!

Der vielleichte wichtigste Aspekt bei der Fensterwahl ist die Wahl der Fensterrahmen. Ob man Holz-, PVC-, Aluminium- oder Holz-Aluminiumrahmen wählt, ist bei modernen und qualitativ hochwertigen Produkten oftmals nur eine Frage des Preises oder des Designs. Bei Holzrahmen ist allerdings darauf hinzuweisen, dass diese mehr Pflege benötigen, als z. B. Aluminiumrahmen. PVC-Fenster hingegen sind nicht so lange haltbar, aber günstiger sind. Immer beliebter werden Kombinationen von Holz-Alu-Rahmen, die allerdings teurer sind als Ihre Konkurrenten. Auch hier ist auf die wärmedämmende Eigenschaft (Uf-Wert) zu achten, und das die Rahmen möglichst dicht schließen und somit nur wenig Heiz- und Kühlenergie verloren geht.

Vergessen wird aber oft bei der Wahl der „richtigen“ Fenster der Sonnenschutz. Gerade die moderne Architektur arbeitet gerne mit großen Fensterflächen und ohne außenliegenden Sonnenschutz (Markisen, Rollläden, etc.). So kommt es bei direkter Sonneneinstrahlung möglicherweise zu einer starken Aufheizung im Innenraum. (Ungewollte) Temperaturanstiege im Innenraum von mehr als 10°C, also beispielsweise von 22°C auf 32°C sind keine Seltenheit. Innen angebrachte Gardinen und Beschattungen bringen da leider nur wenig, da nur eine äußere Beschattung wirklich hilft. So muss man sich nicht nur mit den U-Werten der Fenster und Fensterrahmen beschäftigen, sondern auch noch mit dem g-Wert, der den Sonnenschutz beschreibt. Und über den Lärm- und Einbruchsschutz sollte man auch noch nachdenken

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