Der Blitzeinschlag und seine Folgen – worauf sollte man achten?!

Zwischen den Jahren 2004 und 2006 stieg die Gewitterhäufigkeit und damit die Anzahl der Blitzeinschläge von 1,6 Millionen auf knapp 2,5 Millionen im Jahr an. Allein im Jahr 2006 wurden 450 000 Überspannungsschäden den Versicherungen gemeldet. Auch auf Mallorca kennen wir nur zu Gut die Folgen von schweren Unwettern. Anfang Oktober 2007 verursachte ein Sturm schwere Schäden und verletzte mehr als 200 Menschen.

Die Gefahr von einem Blitz getroffen zu werden ist erheblich geringer als 6 Richtige im Lotto zu haben, bei Überspannungsschäden an elektronischen Geräten sieht es allerdings ganz anders aus. Man schätzt, dass allein ein Blitz ca. 40 kWh an Energie freisetzt und eine Spannung von hundert Millionen Volt und mehr betragen kann.

Wie kann man sich und das Eigenheim schützen ?

Das Wetter können wir nicht beeinflussen, aber mit Vorsorgemaßnahmen am Haus kann man die Schäden gering halten. Der Blitzableiter bildet den äußeren Blitzschutz und schützt das Haus bei direktem Blitzeinschlag vor Schäden durch Brand oder Elektrizität. Fangleitungen aus verzinktem Stahl auf dem Dach leiten den Blitz in die Erde ab und verteilen ihn dort. Die meisten Schäden jedoch entstehen durch indirekte Blitzeinschläge in der Nähe des Gebäudes, der dann über eine Strom- oder Telefonleitung ins Haus gelangt. Diese so genannten Überspannungen können bei elektronischen Geräten große Zerstörungen anrichten. Deshalb sollten im Gebäude so viele Leitungen wie möglich mit dem Potenzialausgleich des Gebäudes verbunden werden, wie z. B.:

– Metallene Gasleitungen

– Metallene Warm- und Kaltwasserrohrleitungen

– Metallene Heizungsrohrleitungen

– Fundament-Erder

– Kommunikationselektronik (Telefon etc.)

– Etc.

 

Fernseher und PC lassen sich zusätzlich mit speziellen Schutzsteckern gegen Überspannungsschäden absichern. Dieser so genannte Feinschutz ist aber keine 100 %-ige Lösung, aber besser als gar kein Schutz.

Das schnurlose Telefonieren bei einem Gewitter ist ungefährlich, das gleiche gilt auch für drahtlose Verbindungen ins Internet. Schnurgebundene Installationen sollte man aber während eines Gewitters nicht bedienen.

Wie verhalte ich mich bei einem Gewitter?

Da nicht alle Gebäude gegen Blitzeinschläge gesichert sind, sollte man bei einem Gewitter folgende Maßnahmen zum Eigenschutz und zur Vermeidung von Überspannungsschäden beachten:

– Kontakt mit metallenen Leitungen, die von Außen ins Haus geführt werden, vermeiden (Gas, Wasser, Telefon, etc.).

– Nicht duschen oder baden.

– Nicht fernsehen.

– Alle Stecker an Fernseher, Hifi-Anlagen, DVD-Recordern, Sat-Empfänger, PCs, etc. aus den Steckdosen ziehen

 

Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus?

Gebäude- und Hausratversicherungen schließen den durch direkten Blitzeinschlag entstandenen Schaden meist mit ein. Bei Überspannungsschäden ist dies nicht immer so. Daher sollte gerade bei

älteren Versicherungen die Leistungen der Gebäude- und Hausratversicherung überprüft und ggf. Überspannungsschäden mit aufgenommen werden. Für die Schadensmeldung an das Versicherungsunternehmen ist es notwendig und wichtig, sich sofort den Tag und die Uhrzeit aufzuschreiben und anzugeben, da sonst der Schaden abgelehnt werden kann. Auch ist es enorm wichtig – wie bei allen Schadensmeldungen an die jeweiligen Versicherungen – den Schaden zeitnah, also schnellstmöglich dem Versicherer zu melden.

Tipp: Der Blitz und seine Folgen können natürlich auch in Abwesenheit stattfinden. Daher sollte man bei längerer Abwesenheit alle Stecker von elektronischen Geräten ziehen, um auch nach dem Urlaub oder der Geschäftsreise sorgenfrei fernsehen zu können.

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